Ein neuer Kopf erblickt die Welt

Die sechs weißen Köpfe sind beim aller ersten Rakubrand  am 2.August 2011 entstanden, jedenfalls die Glasur und die fleckenartigen Verfärbungen. Letztere treten überraschend auf, wenn die noch fast glühenden (1060 °C) Objekte in Metallgefäße gelegt werden, die mit Stroh, trockenem Laub, Sägespäne,   u.s.w. gefüllt sind. Auf dem Foto oben sind die Ränder von zwei halben Öltonnen zu erkennen. Sobald ein Objekt eingelagert ist, fängt der trockene Inhalt Feuer, das dadurch erstickt wird, indem ein Deckel aufgelegt wird, so dass kein Sauerstoff nachströmen kann.

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3 Kommentare

  1. Wir waren gestern beim Tag der offenen Ateliers ganz beeindruckt, die ganzen Gerätschaften „live“ zu sehen und über den Werdegang der kleinen Schrumpfköpfe zu erfahren. Diese Kunst entsteht ja wahrhaftig im Schweiße Ihres Angesichts. Den „Fischkopp mit Ohren“ (so habe natürlich nur ich ihn genannt, 3. von re. auf dem 2. Bild oben) finde ich übrigens sehr anrührend…

    Danke nochmal und herzliche Grüße!
    Jürgen Heuser

  2. Alle Raku-Köpfe sind keine Porträts. Manche aber sind „ins Leben gerufen“ worden dadurch, dass mich ein besonders ausgeprägter Hinterkopf, ein Ohr oder die aufsteigende Linie des Unterkiefers inspiriert hat. Wenn der Prozess der Entstehung erst einmal läuft, und der Spannungsbogen bis zum Schluss anhält, vergesse ich die Einstiegsbegegnung.

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